Tag 14 – Zeit für Herausforderungen
Die heutige Etappe führte von Docksta nach Umeå. Prinzipiell sind die Fahrradstrecken in Schweden so gewählt, dass wenig befahrene Nebenstraßen benutzt werden. Allerdings führen einige Abschnitte über die Europastraße E4. So auch heute.
Mit dem schwer gepackten Fahrrad bleibt nur ein nicht mal fünfzig Zentimeter breiter Streifen neben der Hauptfahrbahn. Dort rauscht der Pkw- und Lkw-Verkehr mit hohem Tempo und geringem Abstand vorbei. Begleitet von einem nervösen Blick in den Rückspiegel waren heute so gleich zu Beginn der Etappe zwanzig Kilometer zurückzulegen. An Fotos war in dieser Lage nicht zu denken.

Glücklich, das E4-Abenteuer heil überstanden zu haben, folgte auf der anschließenden Nebenstrecke die nächste Überraschung. Der Straßenbelag war auf fünfzehn Kilometern durch eine Schotter-Hölle ersetzt worden, die sich als kräftezehrend und materialbelastend entpuppte.


Gegen Mittag kam die erste heftige Regenschauer. Glücklicherweise luden einige Oldtimer vor und vor allem in einem offenen Schuppen ein, die Schauer einigermaßen trocken zu überstehen.


Im weiteren Verlauf der Strecke kam es zu einer Begegnung mit César aus Brasilien und drei jungen Schweden, die alle auf dem Weg zum Nordkap waren.



Schöne Eindrücke gab es entlang der heutigen Strecke natürlich auch, bevor am späten Nachmittag eine weitere, diesmal noch heftigere Schauer die Herausforderungen des Tages abrundete.






Erwähnenswert ist noch die kurze Begegnung mit zwei schwedischen Wanderern, die mit ihren mit Packtaschen ausgestatteten Hunden auf dem Weg zu dem Naturschutzgebiet Skuleskogen waren. 





Die Landschaft war wie erwartet sehr schön, die Dachbegrünung mancherorts üppig und auch der Briefträger muss nicht viel laufen.


Und dann immer wieder Wasser, wohin man auch blickt.
Besonders sehenswert war Hudiksvall, der erste Ort auf der Strecke, der an der Ostsee lag. Bei einem Konzert junger Musiker ließ es sich aushalten.
Die Strecke zwischen Hudiksvall und Sundersvall war jedoch gespickt mit heftigen Anstiegen. Die Bundesstraße als Alternative entpuppte sich als lebensgefährliche Mutprobe. Zu allem Überfluss musste die Fahrt während einer Regenschauer unterbrochen werden, so dass sich die Ankunft in Sundersvall erheblich verspätete.
Sundersvall (58.000 Einwohner) ist eine auf den ersten Blick sehenswerte Hafenstadt.