Bis zu den Baumwollfeldern

Nach dem Start am Morgen lief es besser als gedacht. Der Weg führte nicht, wie anfangs erwartet, parallel zur Autobahn, sondern durch ein nur leicht hügeliges, sehr ansprechendes Gebiet.

Auch die inzwischen obligatorischen Storchennester waren natürlich dabei. Schön anzusehen, dass das erste Nest sogar unter ganz besonderem Schutz stand.

Unter diesen Umständen war die kurze Fahrt nach Cordoba ein Vergnügen.

Eigentlich wollte ich dem freundlichen Fahrradmechaniker von gestern noch einen Besuch abstatten, doch der Titan Biker Shop hatte leider noch nicht geöffnet. So bin ich halt nach einem kurzen Kaffee-Stop los, um der Stadt einen Kurzbesuch abzustatten. Das Ergebnis ist zur besseren Übersicht in einem gesonderten Blogeintrag ‚Cordoba‘ zusammengefasst.

War die Landschaft vor Cordoba mit ‚lieblich‘ noch gut beschrieben, ändert sich das Erscheinungsbild zunächst unmerklich aber im weiteren Verlauf immer stärker. Das Gelände wurde zunächst spürbar flacher und die Vegetation mehr und mehr durch die Landwirtschaft geprägt.

Dabei wäre landwirtschaftliches Idyll sicherlich die falsche Vokabel. Aus meiner Sicht war das eher trist und öde und lohnt einen Besuch nicht.

Einziges ‚Highlight‘ sind die Baumwollfelder weiter im Südwesten, die teilweise bis zum Horizont reichen.

Aber auch hier wurde ich einer Illusion beraubt. Dachte ich bei der Baumwollernte bisher an fröhlich singende Pflückerinnen. So ist die Realität dann doch etwas anders.

Große Erntemaschinen haben die Arbeit übernommen …. die Romantik ist dahin. Einzig die Erntehelfer auf dem Transport-Anhänger scheinen ihren Spaß zu haben.

Ach ja, auch die Wege sind durch das landwirtschaftliche Erzeugnis ‚Baumwolle‘ geprägt. Durch die Baumwollpflanzen und sicherlich auch durch die weitere Verarbeitung sind die Straßenränder fast durchgehend von Baumwollflocken überzogen. Fast so, als hätte es geschneit!

So hat mich die heutige Etappe nach etwas mehr als 160 Kilometern eher unspektakulär bis Los Palacios y Villafranca geführt.